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Ist LSD ein Heilmittel gegen psychische Belastungsstörungen?

 

Ist LSD ein Heilmittel gegen psychische Belastungsstörungen?

 

 

Psychoaktive Substanzen drosseln das Angstzentrum

 

Die psychoaktive Substanz LSD ( Lysergsäurediethylamid) ist an eine angstlösende Wirkung gekoppelt, die unmittelbaren Einfluss auf das emotionale Erleben nimmt. Wissenschaftliche Studien der Universität Basel stützen die These, dass die Substanz LSD zielgerichtet das Hirnareal der Amygdala hemmt, die die Emotionen steuert und das menschliche Angstempfinden beeinflusst. Parallel dazu dockt das Halluzinogen an den Neurotransmitter Serotonin an. Die Bindung an den Botenstoff Serotonin begünstigt die Zellkommunikation unterschiedlicher Hirnregionen, die im Normalfall wenig kommunizieren und Informationen austauschen.

 

Dieser Prozess wirkt nachweisbar entängstigend und dient als Indikator für den positiven therapeutischen Effekt von LSD. Gleichzeitig intensiviert die psychoaktive Substanz Emotionen und situative Eindrücke, hebelt depressive Symptome aus und lässt verschiedene Sinneseindrücke, die das menschliche Gehirn in der Regel vergleichsweise stark trennt, verschmelzen.

 

Therapeutisches Potential lindert psychische Krankheitsbilder

 

Neurowissenschaftler bescheinigen LSD ein therapeutisches Potential, das insbesondere auf psychische Krankheitsbilder wie etwa Depressionen, Angststörungen und posttraumatische Belastungsstörungen positiven Einfluss nimmt. Zusätzlich nutzen die Forscher bewusstseinsverändernde Magic Mushrooms zur Therapie von Depressionen. Sie klassifizieren die Psychedilka als geeignete Alternativen zu herkömmlichen Antidepressiva.

 

Hier noch ein tolles Video zu dem Thema :

 

Im Gegensatz zu LSD enthalten Magic Mushrooms bzw. Zauberpilze den Wirkstoff Psilocybin.

 

Trips mit Heilungseffekt

 

Wissenschaftliche begleitete Trips mit LSD oder Zauberpilzen fördern eine neue Selbstwahrnehmung und unterstützen die jeweiligen Probanden sich effektiv von negativen Gedankenschleifen zu lösen. Sie sensibilisieren für andersartige Denkmuster, schaffen eine vorübergehende Distanz zum eigenen Ich und schärfen den Blick für mannigfaltige Lösungsansätze. LSD und Magic Mushrooms weisen kein Suchtpotential auf. Sie zeigen einen effektiven Heilungseffekt, sind allerdings ebenfalls vergleichsweise anstrengend und gehen mit einer emotionalen Berg- und Talfahrt einher. Sie lösen in der Praxis grundsätzlich keine Denkstörungen oder Wahnvorstellungen aus. Lediglich bei Probanden mit bestimmten Vorerkrankungen sind derartige Effekte zu beobachten.

 

Charakteristisch für die Trips mit LSD oder Zauberpilzen ist eine andersartige Wahrnehmung, die negative Reize herunterreguliert. Langfristig titulieren Forscher der Universitäten Zürich und Basel LSD und Zauberpilze als adäquate Instrumente der Psychiatrie.

Auch die Verwendung von Derivaten wie 1V-LSD sind denkbar (mehr dazu unter legales LSD).